Archive for April, 2013

The Endurance of Graphology in France

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Hugh Schofield at BBC News Paris has posted an interesting article on the continued use of the field of graphology in France.  In contrast to much of the rest of the world apparently, French employers continue to rely on this form of handwriting analysis. Schofield cites a 1991 independent study that found “that a massive 91% of public and private organisations in France were then making use of handwriting analysis.”

In France, the field is associated with the work of the French Catholic priest, Jean-Hipployte Michon (1806-1881).  In Germany, graphology has been historically connected to the characterologist Ludwig Klages  (1872-1956).   And, in fact, historian Per Leo has just published a book examining the tangled history of graphology in Germany, along with its ties to anti-semitism.

Summer events – The Institute of Psychoanalysis (London)

Summer events from The Institute of Psychoanalysis

For more details and online booking visit www.beyondthecouch.org.uk

Wednesday 8 May 2013
Open Evening

If you have ever thought about becoming a psychoanalyst, this evening offers you the chance to hear senior analysts speak about the profession and training process, hear perspectives from current students, join small group discussions and tour the Institute.

The evening is open to anyone interested in the possibility of training as a psychoanalyst or learning about other events including the Foundation Course.

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Friday 17 – Saturday 18 May 2013
Psychoanalysis, Literature and Politics: Celebrating Hanna Segal’s Contributions

A memorial conference celebrating the career of Hanna Segal, one of the most eminent psychoanalysts of her generation. She made fundamental contributions to psychoanalytic theory and practice, including work on symbolic function, creativity and aesthetics. She also maintained a deep political engagement throughout her life, uniquely combining her understanding of very primitive layers of the mind with an acute political sensitivity. Her contribution has been recognised all over the world and her works translated into numerous langauges.

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Friday 7 June 2013
Transference and Countertransference with Somatic Patients

A lecture presented by psychoanalyst Marilia Aisenstein, in which she will examine Freud’s work to try to understand why his interest in countertransference seemed to have disappeared and propose that his papers on thought, transference and telepathy could be the basis for a modern view on countertransference. Marilia will also develop her own views on transference with somatic patients and neurotic patients in general.

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Saturday 15 June 2013
Screening Conditions: Surviving Life
Directed by Jan Svankmajer, 2010

A screening of this brilliant surrealistic fantasy about dreams and psychoanalysis. Eugene leads a double life – one real, the other in his dreams. In real life he has a wife called Milada. In his dreams he has a young girlfriend called Eugenia. Sensing that these dreams have some deeper meaning, he goes to see a psychoanalyst, Dr Holubova, who interprets them for him. The film will be introduced by psychoanalyst Andrea Sabbadini and followed by a discussion  with film critic, broadcaster and historian Ian Christie.

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Saturday 29 June 2013
Oedipus Through the Life Cycle: Adulthood

Psychoanalyst Isabel Hernandez Halton examines the developments in theories about women’s sexuality since Freud’s postulation that ‘the sexual life of adult women is a dark continent for psychology’. Michael Halton, psychoanalyst and psychologist, explores what may be distinctive in male sexuality and how Freud’s  ideas might be reviewed in the light of Klein’s emphasis on the Primal Scene in both its sexual and non sexual dynamics. Chaired by Leon Kleimberg.

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Tagungsbericht “Wahnsinn & Methode. Notieren, Ordnen, Schreiben in der Psychiatrie”

Alte AktenWahnsinn und Methode. Notieren, Ordnen, Schreiben in der Psychiatrie

Tagungsbericht (Programm und Ankündigung auf H Soz Kult)

Im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes „Kulturen des Wahnsinns. Schwellenphänomene der urbanen Moderne (1870-1930)“ kamen vom 21.-23. März 2013 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachbereiche zusammen, um sich inmitten in der Lübecker Altstadt, im Hörsaal des Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung (IMGWF) in der Königsstraße, den methodischen Aspekten des Notierens, Ordnens und Schreibens innerhalb der Psychiatriegeschichte zu widmen. Diese alltäglichen klinischen Verfahren strukturieren seit der Einführung der patientenbezogenen Dokumentation im 19. Jahrhundert den Klinik-Alltag und wuchsen seit Beginn der institutionalisierten Psychiatrie zu einem komplexen und von der Verwaltung eigenständigen Aufschreibsystem heran, das nicht nur die Krankenakte (als seinem Kernstück), sondern auch Stations-, Medikations-, Labor-, Diagnose und Gutachtenbücher der Kliniken umfasst. Auch die Funktion des Systems veränderte sich im Laufe der Zeit. Der bürokratische und juristische Zweck der Anfangszeit wurde durch eine politische und medizinisch-szientistische Nutzung ergänzt.

Dreizehn BeiträgerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (die im Programm angekündigten Vorträge von Birgit Stammberger und Hubert Thüring mussten leider ausfallen) stellten in vier Sektionen Teilaspekte des psychiatrischen Aufschreibesystems dar. Ihre Spezifizität ergab sich meist aufgrund einer Anpassung an unterschiedliche Krankheitsbilder und/oder Behandlungsmethoden oder durch theoretische Neuerungen psychiatrischen Wissens. Die Fragerichtungen und Schwerpunkte der vier Sektionen wurden von den Veranstaltern, Prof. Dr. Cornelius Borck, dem Leiter des IMGWF und Prof. Dr. Armin Schäfer, Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Geschichte der Medienkulturen an der Fernuniversität Hagen, in einem einleitenden Vortrag vorgestellt.

Die erste Sektion mit dem Titel „Aufschreibesysteme und Diskurse“ war demnach den Eigenarten des psychiatrischen Aufschreibesystems im Vergleich zu anderen Systemen gewidmet, zielte also auf die Beantwortung der Frage ab, inwieweit die Besonderheit der psychiatrischen Beobachtung das Notieren und Schreiben in spezifischer Art beeinflusste. Im Zentrum von Sektion II („Beobachtungen, Aufzeichnungen, Schreibformen“) standen die Spannungen und Probleme, die sich innerhalb des psychiatrischen Aufschreibesystems ergeben können, wie zum Beispiel durch seine Aneignung durch die Patienten. In „Feldforschung und Fallstudien“, der dritten Sektion des Workshops sollten die epistemischen Dynamiken, sprich die Produktivität des psychiatrischen Aufschreibesystems Betrachtung finden, wie sie zum Beispiel in der Medikalisierung von abnormalen Verhalten zu beobachten ist. Sektion IV („Wiedergabe und Widerstand“) wurde schließlich von der Leitfrage dominiert, inwieweit die Methode selbst im System reflektiert wird. Eine mögliche Selbstreferentialität stand also im Mittelpunkt dieses letzten Teils der Tagung. Die Diskussionsleitung innerhalb der vier Sektionen wurde von Thomas Beddies, Alexa Geisthövel, Rainer Herrn und Katja Günther übernommen.

Als besonders gewinnbringend stellte sich dabei heraus, dass sich trotz des beabsichtigten fachübergreifenden Ansatzes – psychiatrie- und medizingeschichtliche Perspektiven sollten mit medien- und kulturwissenschaftliche Ansätze verbunden werden – nicht nur Verbindungen zwischen Vorträgen einzelner Sektionen herstellen ließen, sondern dass sich Bezugspunkte thematischer und methodischer Art auch zwischen den Sektionen finden ließen. Diese hinterließen am Ende einen sehr runden Gesamteindruck der Tagung.

Volker Hess eröffnete Sektion I mit einem Vortrag zu den „Bürotechniken der Berliner Nervenklinik im frühen 20. Jahrhundert“. Sein Vortrag stand inhaltlich in doppelter Hinsicht am Anfang der Tagung. Zum einen, weil er die Ursprünge des Tagungsgegenstandes beleuchtete: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das allgemeinen Landrechts der preußischen Staaten um eine „Blödsinnigkeits-Erklärung“ ergänzt, welche der Einlieferung eines Patienten ein juristisches Verfahren vorweg setzte, das auf die Entmündigung desselben zielte. Zwar waren Ärzte als Gutachter in diesen Prozess involviert, es war jedoch ein juristisches Urteil, das über die Einlieferung des Patienten entschied. Der Fragekatalog, der diesem Verfahren voraus ging, so Hess, enthielt bereits die wesentlichen Punkte des späteren medizinischen Aufnahmeverfahrens. Somit kann die juristische Praxis des beginnenden 19. Jahrhunderts als Mutter psychiatrischer Aufschreibesysteme gelesen werden. Dieser Umstand bedingt die zentrale These von Hess, die ebenso die einleitende Funktion des Vortrages erklärt. Denn sie unterstreicht die Relevanz des psychiatrischen Schreibens, Ordnens und Notierens und somit auch die Relevanz der Tagung. Ist zu einem so frühen Zeitpunkt, wie dem Beginn des 19. Jahrhunderts ein gerichtliches Verfahren als Ausgangspunkt der psychiatrischen Akte zu nennen, dann steht diese Akte „am Anfang aller Psychiatrie“ (Hess).

Eine weitere Schnittstelle zwischen Recht und Psychiatrie wurde von Rupert Gaderer, einem Medienwissenschaftler an der Ruhr-Universität Bochum, aufgezeigt. In seinem Vortrag zu „Psychiatrie, Recht und Kulturtechniken des Schreibens um 1900“ (ebenso Sektion I) beschäftigte er sich mit der Querulanz, die, ebenso wie die Krankenakte, zunächst einmal juristischen Ursprungs war. Die Definition des Querulanten fand um 1800 Eingang in das allgemeine Landrecht der preußischen Staaten, um eine Figur zu beschreiben, deren unbegründetes und wiederholtes Klagen den Rechtsapparat zu lähmen drohte und, laut Gaderer, als Rauschen im juristischen Kommunikations-Kanal bezeichnet werden kann. Ein Jahrhundert später wurde der Querulant in der Beschreibung einer Diagnose in eine psychiatrische Kategorie umgewandelt. Es waren nun vor allem materielle und stilistische Auffälligkeiten, wie Unterstreichungen, fehlerhafte Rechtschreibung, Wortverdrehungen, die Menge an produzierten Schriften und jene Nachahmung des zeitgenössischen juristischen Stils, den Gaderer als mimetischen Parasitismus beschreibt, die den Querulanten ausmachten. Der Querulant kann folglich als Koproduktion zwischen (sich ausbildendem) Rechtssystem und (einer sich institutionalisierenden) Psychiatrie gedeutet werden.

Das Krankheitsbild der Querulanz spielte in zwei weiteren Vorträgen des Workshops eine – wenn auch nicht ganz so prominente Rolle. Die Grundlage der Ausführungen bildete in beiden Fällen dieselbe im Jahr 1908 an der Berliner Charité angelegte psychiatrische Krankenakte. Die Diagnose des Patienten changierte zwischen Querulanz und Pseudologica fantasica, dem pathologischen Lügen. Im ersten dieser Vorträge widmeten sich aus literaturwissenschaftlicher Perspektive Sophia Könemann und Sonja Mählmann ebenjener Akte. Im Zentrum ihres Beitrages mit dem Titel „Fliegende Blätter und Papierkrieg. Über Dynamiken psychiatrischer Aufschreibeverfahren“ (Sektion III) steht die sprachliche Analyse der Akte. Sie zeigt, dass bestimmte sprachliche Merkmale sich in Abhängigkeit von Kontext und Lesart – gleich einer literarischen Kippfigur, sowohl als Fabulation als auch als Querulanz auslegen ließen. Die Logik der jeweiligen pathologischen Aktivität trete, so die These, also erst durch ihr direktes Aufeinanderprallen hervor, wie in dieser Akte geschehen.

Sophie Ledebur, Historikerin am Institut für Geschichte der Medizin in Berlin, beschäftigte sich in ihrem Vortrag „Sehend schreiben, schreibend sehen“ (Sektion IV) mit der Akte desselben Patienten. Denn diese zeigt direkt und indirekt ein von Theodor Ziehen (1862-1950) eingeführtes Aufschreibesystem, das u.a. als medientechnische Innovation einen Stenographen am Krankenbett installierte um so eine theoretisch ungefilterte und vollständige Dokumentation zu ermöglichen. Die Forderung nach einer sich von der spekulativen Psychologie abgrenzenden „klinischen Beobachtung“ wurde zwar schon zu einem früheren Zeitpunkt von Karl Ludwig Kahlbaum (1828-99) formuliert. Die spätere Rezeption dieses methodologischen Neuansatzes durch Ziehen sollte jedoch hier im Mittelpunkt stehen. Indirekt zeigte sich die nach Ergebnisoffenheit strebende Dokumentation an einer protokollierenden Schreibweise (die Blätter der Krankenakte wurde gefalzt und nur zur Hälfte beschrieben, um spätere Anmerkungen zu ermöglichen), an der Wiedergabe der direkten Rede des Patienten und an einer durch den Stenographen ermöglichten quantitativen Steigerung des Beobachtungsregimes. Eine weitere Besonderheit dieser Akte ist der direkte Bezug des Patienten auf den am Bett sitzenden Stenographen, der durch Aussagen und Beobachtungen zur Methode („Ich sage gar nichts mehr!“ oder „Schreiben Sie: Der Arzt lacht.“) diese zu unterwandern versuchte, dadurch jedoch nur die Ausweglosigkeit des Systems zeigte.

Während der Querulant dem Psychiater per definitionem eine Fülle an Anschauungs- und Untersuchungsmaterial lieferte, so entzieht sich der Autist durch sein Schweigen dem Zugriff des Psychiaters beinahe vollkommen. (Dies könnte der Grund dafür sein, warum das auffällige Krankheitsbild des infantilen Autismus erst spät, im Jahr 1943, durch den amerikanischen Kinder- und Jugendpsychiater Leo Kanner beschrieben wurde.) Novina Göhlsdorf zeigte in ihrem Vortrag zu „Aufschreibeverfahren und –problemen“ in Sektion II präzise, wie sich diese Schwierigkeiten in der Beobachtung von Autisten in Leo Kanners Aufzeichnungen autistischer Kinder manifestierten. Auf der Grundlage von unveröffentlichten Dokumenten, die als Grundlage für die ersten Schriften zu kindlichem Autismus dienten, zeigte sie zum einen wie Kanner, quasi als „Sampler“, das Expertenwissen der Ärzte mit den Beschreibungen der Eltern kombinierte, die Aufzeichnungen in der Akte dabei zum Teil narrativierte oder denarrativierte. Stilistisch stellte sie andererseits fest, dass die Texte Kanners auffällige Analogien zu dem Objekt ihrer Beschreibung, also dem Verhalten der autistischen Kindern aufwiesen. Häufige Wiederholungen, große Selbstreferentialität, und eine objektivierende und mechanisch anmutende Schreibweise seien dabei bezeichnend.

Alle weiteren Vorträge seien an dieser Stelle nur in Kürze und in chronologischer Reihenfolge genannt:

Marian Kaiser setzte Emil Kraepelin und sein Zählkartensystem in Sektion I in den Kontext kolonialer Forschung auf Java und stellte den deutschen Psychiater somit als Begründer der Ethnopsychiatrie vor. Wolfgang Fuchs und Petra Rose (Sektion II), sprachen über die psychiatrische Kinderbeobachtungsstation (KBS) der Charité. Die Frage nach der Ursache auffälligen kindlichen Verhaltens – ob endogen oder exogen – konnte zwar nicht geklärt werden. Es entstand jedoch ein Dokumentationssystem, das zusätzlich zum ärztlichen Teil einen Bericht der Erzieherinnen und Heilpädagoginnen der Station enthielt. Ob der Komplexität des Untersuchungsgegenstandes war eine gleichberechtigte Kooperation unterschiedlichen Personals entstanden.

Auch die Basis von Max Gawlichs Vortrag begründete eine besondere Art des Aufschreibens: somatische Schock- und Krampftherapien bedurften einer neuen Art des Festhaltens der Therapieabläufe und -erfolge. Anna Urbach beschrieb, wie die „Fixierung des Fallens“, sprich, die Verschriftlichung des epileptischen Anfalls, seiner Plötzlichkeit wegen, einen vorgedruckten Notizblock im Kitteltaschenformat hervorbrachte. Schreibenden Ex-Patienten psychiatrischer Kliniken widmetet sich Tomke Hinrichs. Sie untersuchte den Einfluss, den die sogenannten „Irrenbroschüren“ auf die entstehende Irrenrechtsbewegung im Wilhelminischen Deutschland und merkte des weiteren an, dass allein die Existenz der Irrenbroschüren bezeuge, dass die Autorität der Psychiatrie noch wesentlich geringer war als die anderer medizinischer Disziplinen.

Zu guter Letzt ist noch der Vortag von Vincent Barras, dem Leiter des medizinhistorischen Instituts in Lausanne zu nennen. Er beschäftigte sich an einem Beispiel, dem der altersbedingten Halluzinationen, damit wie unterschiedliche Psychiater die generelle Schwierigkeit bei der Beschreibung von Halluzinationen umgegangen sind.

Der bereits beschriebene positive Gesamteindruck war bedingt durch die umsichtige Auswahl der Beiträge, jedoch auch durch die lebhaften Diskussionen, die jedem der Vorträge folgten. Im Gegensatz dazu, oder gerade deswegen, beschränkte sich die Abschlussdiskussion am Samstag Nachmittag auf ein organisatorisches Minimum hinsichtlich der geplanten Publikation. Der Tagungs-Sammelband mit sämtlichen Beiträgen soll zeitnah, möglichst schon im Herbst 2013, veröffentlicht werden.

Berichte für Wissenschaftsgeschichte: “Militärpsychiatrisches Theater”

Die neue Ausgabe der Berichte zur Wissenschaftsgeschichtecover (36, 1) enthält einen psychiatriegeschichtlich relevanten Artikel:

Julia Barbara Köhne: Militärpsychiatrisches Theater. Französische Kinematographie der “Kriegshysterie”, 1915–1918

 

Military-Psychiatric Theater. French Cinematography of “War Hysteria”, 1915–1918. During the First World War, the use of a new form of media technology was applied within French military neuro-psychiatry: scientific cinematography. This visual technique was used to represent and produce symptoms of so-called “war hysteria”. “War hysteria” among soldiers and officers not only seemed to symbolize the weakness, inefficiency, and vulnerability of the military collective body, the corps, but challenged the borders of medical cinematography as it was considered to be able to capture ‘real’ symptoms on celluloid. By shivering and shaking, “war hysterics”, firstly, transgressed the classical image of the brave and potent warrior and, secondly, mirrored the flaws of the film technique by emphasizing its limits, twitches, and aesthetical “hysteria”. Analyzing several French medical films, it can be seen that they contain diverse dramaturgical means, just as aesthetical and narrative strategies adopted from forms in the field of illusion, including theater, ballet, cabaret, and feature film. The filmic portrayal of male “hysteria” presented both a transgression and a phantasmatic regaining of the social and military functionability of the strong masculine soldier. The theatrical film rhetoric manages to contrast the shift from the concept of “pithiatisme”, favored by the bulk of the French physicians, in the first half of what was refered to as “la Grande Guerre”, towards a “genuine”, somatic, and physiological aetiology of “war hysteria” cases since 1916.

New issue – History of the Human Sciences

A new issue of History of the Human Sciences is now online and contains the following two articles which may be of interest to H-Madness readers:

Badness, madness and the brain – the late 19th-century controversy on immoral persons and their malfunctioning brains (Felix Schirmann)

In the second half of the 19th-century, a group of psychiatric experts discussed the relation between brain malfunction and moral misconduct. In the ensuing debates, scientific discourses on immorality merged with those on insanity and the brain. This yielded a specific definition of what it means to be immoral: immoral and insane due to a disordered brain. In this context, diverse neurobiological explanations for immoral mind and behavior existed at the time. This article elucidates these different brain-based explanations via five historical cases of immoral persons. In addition, the article analyses the associated controversies in the context of the period’s psychiatric thinking. The rendering of the immoral person as brain-disordered is scrutinized in terms of changes in moral agency. Furthermore, a present immoral person is discussed to highlight commonalities and differences in past and present reasoning.

Making the cut: The production of ‘self-harm’ in post-1945 Anglo-Saxon psychiatry (Chris Millard)

‘Deliberate self-harm’, ‘self-mutilation’ and ‘self-injury’ are just some of the terms used to describe one of the most prominent issues in British mental health policy in recent years. This article demonstrates that contemporary literature on ‘self-harm’ produces this phenomenon (to varying extents) around two key characteristics. First, this behaviour is predominantly performed by those identified as female. Second, this behaviour primarily involves cutting the skin. These constitutive characteristics are traced back to a corpus of literature produced in the 1960s and 1970s in North American psychiatric inpatient institutions; analysis shows how pre-1960 works were substantially different. Finally, these gendered and behavioural assertions are shown to be the result of historically specific processes of exclusion and emphasis.

For a complete table of contents, click here.

Freud museum receives archives of Sándor Ferenczi

A note recently added on the website of the Freud Museum (London):

The Freud Museum recently received a donation of an important archive of letters, manuscripts, notebooks and photographs related to the life and work of Hungarian psychoanalyst Sándor Ferenczi. The archive, which includes Ferenczi’s clinical diary and a number of unpublished documents, is of great significance to the history of psychoanalysis. It was entrusted to the Museum by Dr Judith Dupont, psychoanalyst and literary representative for Ferenczi’s works. Dr Dupont was born in 1925 in Budapest and comes from a family with strong links to psychoanalysis in Hungary: she is the granddaughter of Vilma Kovács, who trained as a psychoanalyst under Ferenczi, and the niece of Michael and Alice Balint, who were both leading psychoanalysts. She assumed responsibility for Ferenczi’s literary estate at the request of his two daughters, and decided to donate the archive to the Freud Museum so that it could be made accessible to all who wish to view it.

Sándor Ferenczi (1873-1933) was one of the most innovative psychoanalysts of his generation. An early follower of Freud, with whom he also underwent personal analysis, he was instrumental in helping to establish psychoanalysis internationally. He was a key figure in the founding of the International Psychoanalytic Association, and was founder of the Hungarian Psychoanalytic Society – which celebrates its centenary this year – in 1913. He made numerous original contributions to psychoanalytic theory and pioneered new, sometimes controversial techniques that challenged the notion of the analyst as a neutral observer, instead encouraging active and emotive participation in the analytic work. He is remembered today for his compassionate, humanistic approach to therapeutic work.

The Freud Museum is committed to preserving the Ferenczi archive and making it available to all who wish to view it. A project to conserve, catalogue and digitise the material is underway, and selected documents and objects will be showcased once this initial work has been completed. The complete archive, alongside the Museum’s extensive archive of documents related to Sigmund and Anna Freud, will be viewable by appointment.

Sincerity and Freedom in Psychoanalysis (working title): a conference inspired by Sándor Ferenczi’s Clinical Diary
In October the Museum will be holding a conference exploring Ferenczi’s life and work, partly inspired by the documents in the Ferenczi archive. Bookings will be taken from July. If you would like to receive further announcements about this conference please contact Stefan Marianski.

For more information: http://www.freud.org.uk/events/75075/freud-museum-receives-ferenczi-archive/

Conference announcement: “Aftershock. Post-Traumatic Cultures since the Great War”

0,,2128164_4,00May 22nd – 24th 2013 at the University of Copenhagen

Programme

Keynote speakers

  • Professor Jay Winter, Department of History, Yale University
  • Dr Mette Bertelsen, Danish Veteran Centre, Copenhagen Denmark

Professor Michael Roper, Department of Sociology, University of Essex

Professor Simon Wessely, Professor of Psychological Medicine, Institute of Psychiatry, King’s College London and Director, Kings Centre for Military Health Research Institute of Psychiatry

Dr Sophie Delaporte, Faculty of Philosophy and Human and Social Sciences, Université de Picardie Jules Verne, Amiens

Dr. Raya Morag, Department of Communication & Journalism, The Hebrew University, Jerusalem

Professor Allan Young, Department of Social Studies of Medicine, McGill University, Montreal

Kenynote and guest speakers – abstracts and biographies (pdf).

Themes
This cross-disciplinary conference focuses on genres of post-traumatic stress as identified and studied in military and civilian psychology, social and cultural history, and film studies as well as literary and art criticism. Body, mind and emotion inflected by time and locality should be explored together with the interconnected histories of individual (combat) and collective (civilian) aftershock.

Rationale
Since the 1980s public awareness of Post Traumatic Stress Disorder resulting from prolonged battle-field experiences has been on the rise. Indeed, the phrase Post Traumatic Stress Disorder (PTSD) has become part of the normal parlance both in Europe and the United States, and after the recent wars in Iraq and Afghanistan, the presence of veterans suffering from psychological wounds has become ever more apparent. Despite this public attention, these disorders and their cultural consequences still cause confusion and anxiety in Europe and the United States, both in academic and public realms. This  conference provides a forum where psychologists, military, medical and social historians and other experts from the humanities can gather to explore the familial, clinical, communal, political and cultural consequences of psychological trauma since the First World War. In order to illuminate and contextualize contemporary debates and compare different responses to trauma, the conference aims to examine historical conflicts over the origins of psychological wounds, debates concerning the social and cultural impact of trauma, and perspectives on the political significance of mental trauma in diverse historical settings.

Impact
By bringing together experts from varied fields and regions, we aim to not only strengthen scholarly methods and analysis, but also foster innovative ways of thinking about contemporary public debates over the origins and effects of war-induced traumatic illness. We plan to do this through a discussion of diverse issues, including (1) the effects of psychological trauma on historical and contemporary societies; (2) cultural assumptions and medical theories about traumatized individuals and the nature of trauma; (3) the re-integration of traumatized ex-servicemen into civilian societies, both historical and contemporary; (4) representations of traumatized men and women in political, social and cultural discourse, including art and film; (5) different perspectives on the meaning of traumatic illness and prescriptions for recovery in diverse societies.

Interdisciplinary and Cross-cultural Form:
In order to achieve this goal, the conference requires an interdisciplinary, cross-cultural and transnational breadth. Unlike earlier conferences that have addressed the theme of such conditions, ‘AfterShock’ seeks to bring together such diverse fields of inquiry as history, medicine, sociology, gender studies, literature and film studies in order to integrate our knowledge and surpass the limited ranges on any one discipline. To augment this interdisciplinarity, we also seek to bring in experts from diverse regions, so as to provide us with insights into the various national traditions and histories that evolved out of twentieth century wars and to better understand how these traditions and histories dealt with post-traumatic stress disorders. This interdisciplinary approach will enable us to integrate historical knowledge and contemporary ways of thinking about the cultural impact of traumatic illness, allowing experts from seemingly divergent specialized and chronological contexts to compare and re-consider their methods for investigating the origins, meanings and consequences of these wounds.

Participants

The conference subject is not restricted geographically. We welcome contributions from Denmark and the Nordic countries, from western, central and eastern European as well as from the Americas and elsewhere. We are also keen to promote innovative (for example comparative) methodologies, and to highlight new case studies.

Participants – abstracts (pdf).
Participants – assembled biographies (pdf).

All enquiries should be directed to aftershock@hum.ku.dk.

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