Oskar Diethelm Library

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Today we added the Oskar Diethelm Library to our list of libraries relevant for the history of medicine.

The Oskar Diethelm Library is a special collection devoted to the history of psychiatry. It is part of Weill Medical College’s Institute for the History of Psychiatry and includes approximately 50,000 titles in English, French, and German dealing with psychiatry, psychology, psychoanalysis, mesmerism, spiritualism, phrenology, witchcraft and related topics. Journal holdings include long back runs of psychiatric journals as well as current journals dealing with the history of medicine, psychiatry and psychology (see Journal Holdings). Archival holdings include the papers of numerous organizations and individuals (see Archives and Manuscripts).

The Library counts among its holdings nearly every edition of the monographs of such important figures as Emil Kraepelin, Sigmund Freud, Isaac Ray and Benjamin Rush. The Library holds significant collections of works in such areas as the history of hypnotism and psychoanalysis, the American mental hygiene movement, and the temperance movement, as well as religious and medical debates on witchcraft, suicide, and sexual behaviors. There are also many early and rare first-person accounts of psychiatric illness, alcoholism, and drug abuse. An impressive collection of hospital and asylum reports of the 19th and early 20th centuries has been amassed, amounting to more than 3,500 items.

The manuscript division of the Library has grown in importance as a repository for the unpublished papers of many organizations and individuals vital to the history of psychiatry. It is the official depository of such institutions as the Group for the Advancement of Psychiatry, the American Psychoanalytic Association, and the Cheiron Society. Its holdings of the papers of D.W. Winnicott and David Levy make it an important resource for the study of child psychiatry and psychoanalysis. There are also notable holdings related to the American mental hygiene movement and biological psychiatry, and letters by Clifford Beers, Sigmund Freud, Morton Prince, William James, G. Stanley Hall, Johann Spurzheim, Andrew and George Combe, Herbert Spencer, August Forel, S. Weir Mitchell, and Harry Stack Sullivan to name a few.

From its earliest days, numerous scholars have worked in the Oskar Diethelm Library, publishing their discoveries as articles or books. The list includes:

  • Biographies of psychiatrists, psychologists, and pioneers in mental hygiene
  • Accounts of the development of child psychiatry and the changing attitude toward children
  • Books on psychoanalysis and its reception in various parts of the world
  • Histories of psychiatry during specific periods
  • Histories of particular mental hospitals that epitomized the development of the field
  • Histories of particular sub-specialties such as the treatment of alcoholism or schizophrenia
  • Studies in legal psychiatry
  • Topics in British, German, and French psychiatry
  • Histories and analyses of ideas and concepts in psychiatry, psychology, and psychoanalysis
  • Works on the relationship between psychiatry and literature, and psychiatry and religion
  • Investigations of multiple personality and hypnosis

There are also two published volumes of symposia sponsored by the Institute
The library is open to researchers in the history of psychiatry and related fields by appointment. To work with the library collection, please contact special collections librarian Marisa Shaari, MLIS, at mas2155@med.cornell.edu or (212) 746-3728

 

Book review – Spannungsherde. Psychochirurgie nach dem zweiten Weltkrieg

Screenshot from 2016-05-31 13-41-34Von Viola Balz

Ende August 1946 reiste Manfred Bleuler, Leiter der Züricher Universitätspsychiatrie Burghölzli nach Skandinavien und ließ sich dort eine größere Zahl von leukotomisierten Fällen zeigen. Von seinem klinischen Eindruck der dort operierten Patient_innen überzeugt beschloss er schließlich, die Eingriffe auch in der Schweiz durchzuführen. Marietta Meier macht die Debatte um die Psychochirurgie in der Schweiz zum Ausgangspunkt ihrer Monographie, ergänzt diese aber auch durch Diskurse aus dem europäischen Ausland. Damit legt sie erstmals eine Untersuchung der Psychochirurgie im deutschsprachigen Kontext vor. Während sich zwei bekannte US-amerikanische Studien aus den 1990er Jahren vor allem der Frage nach der Entwicklung therapeutischer Verfahren in der Psychiatrie von den frühen Versuchen bis zur verifizierten Therapie und der Frage nach der Co-Konstruktion der Effektivität der Leukotomie durch Arzt und Patient in der klinischen Praxis widmen,   fragt Meier nach der Metapher des „affektiven Stachels“, also der Frage, wo der Stachel der affektiven Spannung steckt: Was empfand man in der Nachkriegszeit als Stachel, was sollte durch einen psychochirurgischen Eingriff entfernt werden? Marietta Meier versucht dieser Frage mit Foucaults Konzept der Problematisierung nachzugehen. Diesem Konzept folgend analysiert die Autorin, wie und warum bestimmte Phänomene zu einem Problem wurden. Dabei untersucht sie vor allem drei Ebenen: Zuerst fragt sie, auf welche Umstände die Leukotomie eine Antwort geben sollte, darüber hinaus möchte sie wissen in welchem Wechselverhältnis Kontinuitäten und Wandel, Ordnung und Veränderung hier miteinander stehen ohne diese zugleich als chronologische Abfolge begreifen zu müssen und schließlich möchte sie anhand von Quellen aus unterschiedlichen Kontexten wie Publikationen und Krankenakten herausarbeiten, welche unterschiedlichen Facetten debattiert und welches Verhalten je nach Kontext zum Problem wurde. Die Autorin versteht ihren Ansatz dabei als kulturhistorischen, der danach fragt, wie die Akteure ihrem Handeln Sinn verleihen (S. 17-19). Meier gliedert ihre Untersuchung dabei in neun Kapitel. Im ersten Kapitel schildert sie die Einführung des Verfahrens in der Schweiz und die ersten Behandlungsfälle und kontextualisiert diese insbesondere mit den somatischen Verfahren. Das zweite Kapitel widmet sich der Frage, wie die Psychiater_innen sich die Wirkung des Verfahrens erklärten. Dabei arbeitet Meier heraus, dass die Psychochirurgie sich erst dann weiter durchsetzen konnte, als eine wissenschaftliche überzeugende Begründung vorgelegt werden konnte. Argumentierte der „Entdecker“ der Psychochirurgie, der Portugiese Antonio Egas Moniz noch damit, mit dem Eingriff fixierte Nervenbahnen zu durchtrennen und verortete die Technik deshalb in einer vielen Psychiater_innen als veraltet geltenden Lokalisationslehre, gelang es den amerikanischen Psychiater_innen Freemann und Watts schließlich ein Erklärungsmodell vorzulegen, das auf die Verbindung von Thalamus und Frontallappen als Regulationsinstanz für die Intensität von Gefühlen rekurrierte und auf die Unterbrechung der affektiven Spannung durch die deren Durchtrennung hinwies. Diese Verbindung des Verfahrens mit der Beeinflussung von Emotionen sorgte nach Meier dafür, dass sich die affektive Spannung als boundary concept zwischen Hirnforschung, klinischer Forschung und psychiatrischer Praxis durchsetzen konnte. Im dritten Kapitel beschreibt Meier die Verbreitung der Leukotomie in Europa und insbesondere in der Schweiz als Folge der aktuellen Probleme der Nachkriegspsychiatrie, die wiederholt für eine Überfüllung der Anstalt sorgte und deshalb die affektiven Spannungen der Patient_innen verstärkte und in einem neuen Licht erscheinen ließ. Anschließend diskutiert sie im vierten Kapitel die wissenschaftliche Debatte zur Psychochirurgie. Dabei wurde v.a. über den Preis der Eingriffe ins Gehirn, die schon damals als letzter Behandlungsschritt galten und selbst von den Befürworter_innen nur mit ca. 1/3 angegeben wurden diskutiert. War ein sozialer Erfolg schon dann erreicht, wenn die Patient_innen weniger störten? Wie bewertete man die damit einhergehende irreversible Persönlichkeitsveränderung? Nicht zuletzt über letzte Fragen diskutierten Psychiater, Philosophen und Theologen kontrovers. Wie und nach welchen Kriterien Patienten der unruhigen Station zum Fall wurden ist Teil des fünften Kapitels. Insbesondere rückt hier ins Zentrum der Analyse, wann die affektiven Spannungen als so schwerwiegend angesehen wurden, dass sie eine Leukotomie rechtfertigten. Meier fragt hier nach der Semantik der Problematisierungen und arbeitet anhand ihres Quellenkorpus von 300 Krankenakten Schlüsselbegriffe heraus und kontextualisiert sie im zeitlichen Verlauf der Einträge um zu zeigen, wie ein kohärentes Bild eines Patienten entstand, der zum Fall für eine Leukotomie werden konnte. Wie dargestellt wird, waren die Erregungszustände der Patient_innen das maßgebliche Argument für einen operativen Eingriff, unabhängig von ihrem sozioökonomischen Status und der Diagnose, denn oft wurden die Patienten vor allem aus der pflegerischen Indikation heraus operiert. Im sechsten Kapitel zum zirkulierendem Wissen widmet sich Meier der Frage, wie die Psychiater_innen den Laien – Angehörigen und der interessierten Öffentlichkeit –den Eingriff zu plausibilisieren versuchten. Gegenüber den genannten Gruppen wurde statt Spannung eher der Begriff der Erregung gebraucht. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Autorin schließlich der Frage, warum im Wesentlichen Frauen für einen operativen Eingriff ausgewählt wurden. Sie erklärt diese Entscheidung mit dem Doppelstandard seelischer Gesundheit, der störendes Verhalten von Frauen eine besondere Bedeutung zumaß. Auch kann Meier aufzeigen, dass auf der Mikroebene das störende Verhalten auf den Frauenstationen die Anstaltsordnung erheblicher störte und eine Leukotomie auch der Wiederherstellung dieser Ordnung und der pflegerischen Vereinfachung diente. Das vorletzte Kapitel widmet sich der Produktion wissenschaftlicher Erkenntnisse. Hier gelingt es der Autorin ausgesprochen überzeugend, den Prozess der klinischen Wissensbildung von der Reduktion der differenzierten Schilderung in der Akte in eine kasuistische Berichtsform (Erzählen), der Bildung neuer quantifizierbarer Kategorien aus diesen Kasuistiken (Zählen) und den Versuchen, die Effekte zu verobjektivieren (Lehren) zu verdeutlichen. Im letzten Kapitel beschreibt die Autorin schließlich den langsamen Niedergang der Psychochirurgie im Kontext neuer Behandlungsverfahren. Anders als in klassischen Fortschrittsnarrativen ausgeführt wird, beurteilt sie die Einführung neuer medikamentöser Verfahren in der Psychiatrie in den 1950er Jahren nicht als ursächlich für den Rückgang der Operationen. Viel entscheidender für eine abnehmende Zahl sei ein neuer Denkstil gewesen, der psychotherapeutischen Verfahren eine neue Bedeutung beimaß. Die Autorin schließt ihre Arbeit schließlich mit vier Thesen zur Nachkriegsgesellschaft. Erstens sei die Psychochirurgie als Symptom für die Debatten der Zeit um Technisierung und Entseelung der bewerten. Der Siegeszug der Leukotomie sei nur möglich gewesen, da erstens nach dem zweiten Weltkrieg ein hierarchisches Persönlichkeitskonzept dominierte, dass auf einem vagen, holistischen Persönlichkeitskonzept beruhte. Die Subjektvorstellungen der Zeit habe zudem zweitens die soziale Anpassung höher bewertet als die Individualität des Patienten. Der Kontext des zweiten Weltkrieges habe drittens das Ziel, Krankheiten zu heilen zu der Norm verschoben, Patienten wieder zu funktionierenden Staatsbürgern zu machen. Wie Meier schließt, sei aber viertens von einem diskontinuierlichen Wandel auszugehen, in dem auch kritische Stimmen sich seit den 1960er Jahren wieder Gehör verschaffen konnten.

Meier legt mit dieser Studie eine sehr gut geschriebene, souverän durchgeführte und wissenschaftshistorisch auf dem neusten Stand argumentierende Studie vor. Insbesondere das Konzept der affektiven Spannungen wird als Konzept konsequent umgesetzt. Die Studie sei also jedem, der sich für die Nachkriegspsychiatrie interessiert unbedingt zur Lektüre empfohlen.

Ein Kritikpunkt sei hier dennoch erwähnt: Meier räumt zwar verschiedenen Protagonist_innen in der Diskussion um die Lobotomie (Ärzten, Pflegepersonal, Angehörigen und Laien) einen größeren Raum ein, die Patient_innen selber bleiben aber seltsam stumm bzw. die Patientengeschichten werden eher aus einem ärztlichen Blick geschildert. Lediglich anhand zweier Beispiele versucht Meier einen Einblick in die Selbsterzählungen der Patient_innen zu geben. Dies ist umso erstaunlicher, da die Autorin angibt, dass solche Selbstzeugnisse in ca. 20% der Akten, also ca. 50, vorhanden waren. Das Argument, dass diese Stimmen von den Ärzten zwar gesammelt wurden, für die Entscheidung über die Erfolge einer Lobotomie aber nicht maßgeblich waren und kein Gehör fanden ist zwar vermutlich richtig, überzeugt aber als Argument gegen eine Analyse dieser Dokumente nicht. Diese Begründung verdoppelt die historische Sichtweise der Ärzte und das geschilderte asymmetrische Machtverhältnis eher, statt die Vielstimmigkeit und die unterschiedlichen Sichtweisen transparent zu machen. In gewisser Weise hat die Autorin den Patient_innen damit auch den affektiven Stachel genommen.

Marietta Meier: Spannungsherde. Psychochirurgie nach dem zweiten Weltkrieg. Göttingen: Wallstein 2015

 

New Issue – Transcultural Psychiatry

home_coverThe latest issue of Transcultural Psychiatry contains an article on the history of cultural psychiatry by Emmanuel Delille from the Centre Marc Bloch in Berlin.

On the history of cultural psychiatry: Georges Devereux, Henri Ellenberger, and the psychological treatment of Native Americans in the 1950s

Henri Ellenberger (1905–1993) wrote the first French-language synthesis of transcultural psychiatry (“Ethno-psychiatrie”) for the French Encyclopédie Médico-Chirurgicale in 1965. His work casts new light on the early development of transcultural psychiatry in relation to scientific communities and networks, particularly on the role of Georges Devereux (1908–1985). The Ellenberger archives offer the possibility of comparing published texts with archival ones to create a more nuanced account of the history of transcultural psychiatry, and notably of the psychological treatment of Native Americans. This paper examines some key moments in the intellectual trajectories of Devereux and Ellenberger, including Devereux’s dispute with Ackerknecht, the careers of Devereux and Ellenberger as therapists at the Menninger Foundation (Topeka, Kansas) in the 1950s, and their respective positions in the research network developed by McGill University (Montreal, Quebec) with the newsletter Transcultural Research in Mental Health Problems. Finally, I consider their ties to other important figures in this field as it transitioned from colonial medicine to academic medicine, including Roger Bastide (France), Henri Collomb and the Ortigues (France and Africa), as well as Eric Wittkower and Brian Murphy (Canada) and Alexander Leighton (United States and Canada).

Psychoanalysis in the Age of Totalitarianism: Panel Discussion and Launch (London, June 2016)

Below please find information about a book launch for Psychoanalysis in the Age of Totalitarianism, which contains a lengthy discussion between John Forrester and Eli Zaretsky about telling the history of psychoanalysis in the twentieth century.

psa and totalitarianism

(*IMPORTANT* 18 JUNE UPDATE: Please note that the event below is a ticket event, by invitation. People can apply to attend by emailing Hidden Persuaders <bbkhiddenpersuaders@gmail.com>)

Psychoanalysis in the Age of Totalitarianism

Edited by Matt ffytche, Centre for Psychoanalytic Studies, University of Essex, UK and Daniel Pick, Department of History, Classics and Archaeology, Birkbeck University of London, UK

Series: The New Library of Psychoanalysis ‘Beyond the Couch’ Series

Much of the important early growth of psychoanalysis took place against the backdrop of the rise of fascism, the Second World War and the Cold War. This atmosphere, in which totalitarianism flourished, was hugely significant for the development of psychoanalytic theory and practice. Here, internationally renowned psychoanalysts, historians and cultural theorists explore the impact of this political and social background on psychoanalysis, and of psychoanalysis on our subsequent understanding of the war and the totalitarian systems after 1945. They look at how lessons drawn from this era can help us understand the interplay between politics, culture and psychoanalysis now.

20% Discount Available – enter the code IRK71 at checkout*

Contributors Include: Sally Alexander, Ana Antic, John Forrester, Stephen Frosh, Dagmar Herzog, Derek Hook, Joel Isaac, Ruth Leys, Erik Linstrum, Peter Mandler, Knuth Müller, Jacqueline Rose, Michael Rustin, Michal Shapira, Lyndsey Stonebridge, Ross Truscott, and Eli Zaretsky.

For more details, or to request a copy for review, please contact: Paulina Miller, Marketing Assistant, psychology@routledge.com

 

(*IMPORTANT* 18 JUNE UPDATE: Please note that this event is a ticket event, by invitation. People can apply to attend by emailing Hidden Persuaders <bbkhiddenpersuaders@gmail.com>)

PANEL DISCUSSION AND LAUNCH

Thursday, 30 June 2016, 6pm to 8.30pm

Wine reception at the Keynes Library, 43 Gordon Square, Bloomsbury, London, WC1H 0PD

Professor Catherine Hall, University College, London
Dr Nicholas Temple, President of the British Psychoanalytical Society
Dr D’Maris Coffman, UCL (Bartlett)
Professor Alessandra Lemma, Series editor, New Library of Psychoanalysis, and BPS Dr Matt ffytche, Director of the Centre for Psychoanalytic Studies, Essex
Professor Daniel Pick, Birkbeck College and BPS

will be in conversation about the themes of the book (from 6.45pm)

This event is hosted by the Hidden Persuaders project. Space is limited. Please email bbkhiddenpersuaders@gmail.com to reserve tickets.

New Blog on the History of Mental Health (Chiara Thumiger)

 

Historian of medicine Chiara Thumiger has begun a new blog examining the stories and histories of mental health from the ancient world to contemporary times. She is the author of numerous articles on the history of madness in the ancient world, and her new monograph – a study of mental life and mental disorders in fifth- and early fourth-century medical thought – will soon be published by Cambridge University Press.

Dr. Thumiger is presently Research Fellow at Warwick University, where she holds a Wellcome Trust grant in Medical Humanities and is collaborating with experts in the Department of Classics in ancient Greek and Arabic medicine.

The blog promises to offer a number of resources for historians of madness and mental health. One especially novel example – an ancient medical diseases symptom checker. Just fill out an assessment test, and find out how an ancient physician might diagnose your patient.

Neue Ausgabe: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

zfg_05_2014In der aktuellen 5. Ausgabe der Zeitschrift für Geschichtswissenschaft im Jahr 2016 publizierte Stephanie Coché von der Universität Köln einen psychiatriehistorisch relevanten Artikel. Der Titel lautet: Über die Grenzen der Normalität. Psychiatrische Einweisungen in der frühen Bundesrepublik Deutschland und der DDR (S. 446-463.)

Zur weiteren Lektüre finden Sie hier ein Interview mit der Autorin zu ihrer Dissertation Psychiatrie und Gesellschaft. Psychiatrische Einweisungspraxis im ‚Dritten Reich‘, in der DDR und der BRD (1941-1963).

La pathologie du suicide
 Pour une nouvelle histoire des enjeux médicaux et socio-politiques aux 19e-20e siècles

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Date: Lundi 13 juin 2016, 9h-17h30

Lieu: Institut universitaire d’histoire de la médecine et de la santé publique (IUHMSP)

Salle de colloques de l’IUHMSP

82, av. de Provence

CH-1007 Lausanne

Tél. secrétariat : (+41) 21 314 70 50

www.chuv.ch/iuhmsp

Dès sa dépénalisation en France au tournant du 19e siècle, le statut du suicide se transforme en un objet médical. Cette transformation relève des nouveaux développements médicaux, mais aussi d’une collaboration entre le médical, le politique et le juridique.

En élargissant les frontières de son expertise et son champ d’action, la médecine cherche à circonscrire, définir, prévenir et soigner ce phénomène complexe. Dans ce colloque, il s’agira de comprendre comment s’est construit cet objet médical et, plus précisément, comment cette construction a été influencée voire définie par d’autres discours non médicaux, notamment juridique, journalistique et littéraire, moral et politique.

Concrètement, nous étudierons comment certaines institutions, comme la prison, la justice et la presse, ont été concernées par cette nouvelle distribution des savoirs.

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