Posts Tagged ‘ Michel Foucault ’

Journée d’étude – “Le temps de l’histoire”: Foucault à l’épreuve de la psychiatrie et la psychanalyse

invitation

The journée d’étude “Le temps de l’histoire” : Foucault à l’épreuve de la psychiatrie et la psychanalyse, can be of interest to H-Madness readers. The conference is organised by the IEA-Collegium de Lyon-EURIAS and UMR 5206 Triangle, and will take place on June 6 2017 at the ENS de Lyon. Fore more information you can contact: Elisabetta Basso (elisabetta.basso14@gmail.com) or Laurent Dartigues (laurent.dartigues@gmail.com). The programme of the conference is as follows:

MATINÉE  présidée par Laurent Dartigues (Triangle, UMR 5206 – ENS de Lyon)

9h-9h15  Ouverture par Michel Senellart (Triangle, UMR 5206 – ENS de Lyon)

9h15-9h30  Présentation de la Journée par Elisabetta Basso et Laurent Dartigues

9h30-10h10 Emmanuel Delille: “Relire Foucault à la lumière du fonds Ellenberger :le tournant historiciste des années 1950” (Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin et CAPHÉS, UMS 3610 – ENS Paris)

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New article – Burkhart Brückner, Lukas Iwer and Samuel Thoma, Die Existenz, Abwesenheit und Macht des Wahnsinns. Eine kritische Übersicht zu Michel Foucaults Arbeiten zur Geschichte und Philosophie der Psychiatrie.

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The first 2017 issue of NTM – Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin includes one article that could be of interest to H-madness readers. Burkhart Brückner, Lukas Iwer and Samuel Thoma, Die Existenz, Abwesenheit und Macht des Wahnsinns. Eine kritische Übersicht zu Michel Foucaults Arbeiten zur Geschichte und Philosophie der Psychiatrie. The abstract reads:

This article discusses Michel Foucault’s main writings on “madness and psychiatry” from his early works up to the 1970s. On the one hand, we reconstruct the overall theoretical and methodological development of his positions over the course of the different periods in his oeuvre. On the other hand, we also take a closer look at Foucault’s philosophical considerations regarding the subjects of his investigations. After an initial introduction of our conceptual approach, we draw on the most recent research on Foucault to show to what extent the phenomenological description of the topic at hand and the historical-critical perspective that are reflected in his early writings of 1954 (the Introduction to Binswanger’s Dream and Existence and Mental Illness and Personality) laid the ground for his later work. Moving on to Foucault’s work during the 1960s, we look at the core features and methodological bases of his 1961 classic Folie et déraison (History of Madness). His propositions regarding the “absence of madness” in modernity are conceptualized as an inherently contradictory attempt to liberate the topic under study from the common assumptions at that time. We then situate his 1973/74 lectures on Psychiatric Power in the context of his shift towards analyzing the dynamics of power and highlight the renewed shift of focus in his statements on the “productivity” of madness as an effect of power. Finally, we sum up our critique by taking into account the history of the reception of Foucault’s writings and ask about their potential significance for the contemporary philosophy and history of psychiatry.

CFP: Was heißt: Foucault historisieren?

800px-Stone_BKH1foucaultblog (Forschungsstelle für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte,
Historisches Seminar, Universität Zürich, Prof. Dr. Philipp Sarasin)
06.11.2014-08.11.2014, Zürich, Universität Zürich
Deadline: 30.06.2014

Michel Foucault gehört zu den Ikonen der heutigen Kultur- und
Sozialwissenschaften. Es gibt fast keine kultur- oder sozialwissenschaftliche Disziplin, in der der französische Philosoph und
Historiker nicht auf eine fruchtbare Art und Weise als Referenz gelesen,
zitiert, diskutiert, widerlegt und weiter verwendet wird. Der im Jahre
1975 ausgesprochenen Einladung Foucaults, man möge sich seiner Werke und
Konzepte wie aus einer “Werkzeugkiste” bedienen (“machen Sie damit, was
Sie wollen”), wurde ausgiebig nachgegangen, so dass aus der
Werkzeugkiste mittlerweile eine Standardausstattung vor allem
kulturwissenschaftlichen Arbeitens geworden ist. In der Tat beinhaltet
die “Werkzeugkiste” ein ausserordentlich schillerndes Inventar an
Begriffen, Methoden, Modellen, Skizzen und Instrumenten, und sie erweist
sich nicht zuletzt immer noch als Schatzkiste.

Doch heute, 30 Jahre nach Foucaults Tod, stellt sich für uns, die Gruppe
der editors des foucaultblog, auch die Frage nach der Historisierung
dieser Werkzeugkiste mit ihrem scheinbar unabhängig von ihrem
Entstehungskontext verwendbaren Instrumenten: Wie kam es eigentlich zu
dieser Werkzeugkiste, aus der wir uns bedienen? Was bedeutet es für uns,
heute, dass sie im Zeitalter des Kalten Krieges entstanden ist, in
Opposition zum “Hypermarxismus” der Neuen Linken, in einer gewissen
Nachbarschaft zum Strukturalismus, im Kampf gegen das französische
Gefängnis, möglicherweise geprägt vom Engagement für sowjetische
Dissidenten, spanische Anarchisten, schiitische Revolutionäre oder
polnische Arbeiter, zweifellos fasziniert von der amerikanischen counter
culture und der japanischen Kultur des Zen, vielleicht sogar aber auch
beeinflusst vom New Age…? Gehören alle diese “Kontexte”,
“Hintergründe” und Genealogien zur Foucaultschen Werkzeugkiste? Es kann
gar nicht anders sein: Foucaults Denken war immer und explizit auf seine
Gegenwart und den politischen Kontext seiner Zeit bezogen. Erhalten aber
dadurch nicht auch seine eigenen Begriffe und Analysemodelle eine
unhintergehbare Historizität? Zweifellos, und wir sollten uns deshalb
heute daran machen, die Genealogie der Foucaultschen Werkzeugkiste zu
schreiben, um sie besser zu verstehen, um sie weiterhin benutzen zu
können, aber auch, um sie zu aktualisieren, sie an die wissenschaftliche
und politische Lage von heute anzupassen. Und vielleicht auch, um sie in
Teilen zu verwerfen.

Im Sinne eines solchen Projektes lädt der foucaultblog alle
Interessierten ein, vom 6. bis zum 8. November 2014 an der Universität
Zürich die Frage “Was heißt: Foucault historisieren?” in einem Workshop
zu diskutieren. Als Ausgangspunkt soll gelten, nicht nur das Leben und
Werk des Autors Michel Foucault (1925-1984), sondern auch den seit 30
Jahren in den weltweiten Kulturwissenschaften virulenten
Aussagezusammenhang “Foucault” in seiner Ikonenhaftigkeit und fast
ubiquitären Präsenz wieder in einem genuin historischen Kontext zu
verorten. Es heisst, diesen Aussagezusammenhang auf seine spezifischen
Möglichkeitsbedingungen, Theoriebildungsprozesse, Diskursstrategien und
Resonanzräume hin zu befragen. Es heisst aber auch, den
Historisierungsanspruch ernstzunehmen und dieses Schlagwort mit Leben zu
füllen, die Historisierung Foucaults (und “Foucaults”) zum Gegenstand
des eigenen Forschens zu machen. Wir sind der Meinung, dass ein solches
Unterfangen keineswegs ausschliesslich geschichtswissenschaftlich
orientiert sein muss, sondern von allen mit und über Foucault
arbeitenden Disziplinen ausgehen sollte. Denn der neue Blick, der sich
dadurch eröffnen kann, ist immer zeitgenössischer Art: Wir glauben, dass
die Historisierung von Foucaults Werkzeugkasten uns neue Möglichkeiten
eröffnet, um darüber nachzudenken, wie dieses intellektuelle tool kit
heute noch verwendet werden kann – oder vielleicht teilweise
zurückgewiesen werden muss. Die Arbeit über Foucault ist eine Arbeit an
Foucault.

Organisatorisches:

Der Workshop findet vom 6. bis 8. November 2014 an der Universität
Zürich statt.

Alle Interessierten sind eingeladen, ihre Vorschläge für Beiträge
(Abstracts von maximal 500 Worten) bis zum 30. Juni 2014 an
foucaultblog@fsw.uzh.ch zu senden.

Für Referentinnen und Referenten werden die Reise- und
Unterbringungskosten übernommen.

Es ist geplant, dass die Beiträge zum Workshop auf foucaultblog
publiziert und kommentiert werden. Die Referent_innen werden daher
gebeten, im Vorfeld des Workshops erste Kurzversionen ihrer Beiträge auf
foucaultblog zu posten. Diese werden dann mit Kommentaren versehen, auf
welche in den Referaten während des Workshops eingegangen werden kann
bzw. soll. Die präsentierten papers können nach der Tagung in voller
Länge auf foucaultblog publiziert werden.

Kontakt: foucaultblog@fsw.uzh.ch

Veranstaltungssprachen: Deutsch und Englisch

Article: Inventing the female self in Greenwich Village, 1900–1930: Mabel Dodge’s encounter with science and spirituality

The latest issue of Subjectivity features an article by Carla Christina Hustak entitled ‘Inventing the female self in Greenwich Village, 1900–1930: Mabel Dodge’s encounter with science and spirituality’.

Its abstract reads:

Through the case study of Mabel Dodge, the mystic of Greenwich Village, this article shows how new forms of knowledge and free love converged in a turn to interrogating the female self. Mabel Dodge’s practice of subjectivity is an early twentieth-century example of what Michel Foucault called the ‘hermeneutics of the subject’, a form of spirituality grounded in the pursuit of the ‘truth’ of the self. Dodge’s efforts to grasp her ‘secret concentrated essence’ reveal an early twentieth-century invention of a new feminist spirituality at the crossroads of occultism, social reform, and sciences of psychology and biology.

To access the entire article, click here.

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