Irre Blicke. Das Bild des Kranken (Berlin, 6-7. März 2015)

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Irre Blicke. Das Bild des Kranken (Berlin, 6-7 Mar 15)
Sammlung Scharf-Gerstenberg, Schloßstraße 70, 14059 Berlin, 06. – 07.03.2015

Irre Blicke. Das Bild des Kranken zwischen Romantik und Moderne

Das Verhältnis von Kunst und Wahnsinn hat im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert ganze Generationen von Nervenärzten beschäftigt. Seit Hans Prinzhorns “Bildnerei der Geisteskranken” (1922) denkt man dabei zuerst an Werke von Psychiatrie-Insassen selbst, von denen eine Auswahl derzeit auch in der Ausstellung “Das Wunder in der Schuheinlegesohle” zu sehen ist. Die Tagung “Irre Blicke” fragt hingegen nach der Darstellung des Wahnsinns in der bildenden Kunst zwischen Romantik und Moderne. Wie wird die gesellschaftliche Wahrnehmung des Wahnsinnigen durch den Blick des Künstlers gefiltert? Welche Bedeutung haben psychiatrische Diagnosen? Und welche Rolle spielen moderne Kreativitätsvorstellungen, die dem psychischen Schwellenraum zwischen Krankheit und Gesundheit eine besondere ästhetische Potenz zuschreiben?

Freitag, 6. März 2015

14:15–14:30 PD Dr. Sabine Fastert / Dr. Thomas Röske
Begrüßung und Einführung

14:30–15:30 Prof. Dr. Gregor Wedekind (Mainz)
Zwischen Kunst und Wissenschaft. Die Visualisierung des Wahnsinns in der französischen Bildproduktion des 19. Jahrhunderts

15:30–16:30 Dr. Bettina Brand-Claussen (Zürich)
Verrückte zwischen Beobachtungs-Kunst und Pathologisierung im Deutschland des 19. Jahrhunderts

17:00–18:00 Dr. Thomas Röske / Dr. Kyllikki Zacharias
Führung durch die Ausstellung „Das Wunder in der Schuheinlegesohle“

18:30–19:15 Dr. Thomas Röske (Heidelberg)
Das Bild des „Irren“ in der Kunst – eine Herausforderung für die Kunstgeschichte

Samstag, 7. März 2015

09:45–10:00 Begrüßung

10:00–11:00 Dr. Ingrid von Beyme (Heidelberg)
Wahre Porträts? – Selbstdarstellungen von Anstaltsinsassen zwischen Realität und Vorstellung um 1900

11:00–12:00 PD Dr. Sabine Fastert (München / Berlin)
Ludwig Meidners Irrendarstellung. Männliche Hysterie und Kreativität um 1900

13:30–14:30 Dr. Bernhard Stumpfhaus (Heilbronn)
Bürgerliche Repräsentationsstrategien in der psychiatrischen Fotografie zu Beginn des 20. Jahrhundert. Paul Kemmlers schönes Bild vom Wahn.

14:30–15:30 Dr. Christiane Schmidt (Köln)
Die Expressionisten: Im Garten der Irrsinnigen

16:00–17:00 Prof. Dr. Olaf Peters (Halle)
Das Bild des Wahnsinns zwischen Krankheit und Identifikation in der Neuen Sachlichkeit

17:00–17:30 PD Dr. Sabine Fastert / Dr. Thomas Röske
Resümee und Ende der Tagung

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